Giovanni Simone Mayr

12 Bagatellen à 3

für Flöte, Klarinette und Fagott
Erstdruck

für: Flöte, Klarinette, Fagott

Stimmensatz

Artikelnr.168210
Autor/KomponistGiovanni Simone Mayr
HerausgeberFritz Kneusslin
Schwierigkeitmittel
Umfang16/16/16 Seiten; 23,0 x 30 cm
Erscheinungsjahr2004
Verlag/HerstellerEdition Kneusslin
Hersteller-Nr.EKB 43
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Inhalt

Nachwort:

Giovanni Simone MAYR, geboren am 14. Juni 1763 in Mendorf (Bayern), entstammte einer Familie von Lehrern und Organisten. Sein Lebensweg führte ihn über Ingolstadt, wo er Theologie und kanonisches Recht studierte, nach Bergamo (1789), um sich bei C. Lenzi eine gründliche musikalische Bildung anzueignen, die er dann später in Venedig bei Bertoni abschloss. Die Bekanntschaft mit Piccini und Peter von Winter führten ihn zur Oper hin. Ab 1794 entstanden jährlich 2 bis 3 Opern, die mit grossem Erfolg über die grbssten europäischen Bühnen gingen. Von 1802 an hatte Mayr das Amt eines Kapellmeisters an S. Maria Maggiore in Bergamo inne. Zahlreiche Kirchenkompositionen sind aus dieser Tätigkeit vorhanden, die jedoch nach Mayrs Meinung nicht veröffentlicht werden sollen. Mayr blieb trotz verlockenden Angeboten seiner italienischen Wahlheimat treu. Erwähnt sei noch die Gründung der "Unione filarraonica", die unter Mayrs Leitung Werke von Haydn, Beethoven und seines Schülers Donizetti aufführte. Am 2. Dezember 1845 verstarb er hochangesehen in Bergamo, nachdem ihm eine Erblindung sein Leben beschwerlich machte.

Als Quelle der vorliegenden Ausgabe der 12 Bagatelle a tre diente die autographe Partitur, die sich in der Bibliothek des Conservatorio di Musica "G.Verdi" in Mailand befindet. Für die freundliche Erlaubnis zur Veröffentlichung sei ihrem Direktor, Herrn Prof. Guglielmo Barblan bestens gedankt. Für die Bassstimme sieht das Ms. entweder das Bassethorn oder das Fagott vor. Wir haben uns für das häufiger gespielte Fagott entschieden.

Von seinem Opernschaffen, wo er besonders der Bläserbehandlung die grösste Beachtung schenkte, brachte Mayr für die Komposition dieser wohlgelungenen Bagatellen die besten Voraussetzungen mit. Neben typischen "Italianismen" fällt uns besonders in der 12.Bagatelle das Zitat des Scherzos der Pastoral-Symphonie von Beethoven auf.

Basel, im Oktober 1971

Fritz Kneusslin