Gerhard Mantel (19302012)

Intonation

Spielräume für Streicher
Studienbuch Musik

für: Streichinstrument

Lehrbuch

Artikelnr.296549
Autor/KomponistGerhard Mantel
Sprachedeutsch
Umfang168 Seiten; 15,0 x 17 cm
Erscheinungsjahr2005
Verlag/HerstellerSchott Music
Hersteller-Nr.ED 8729
ISBN978-3-7957-8729-5
19,50 €
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Beschreibung

Wie kann ich sauberer, noch sauberer spielen?

Diese Frage bewegt jeden anspruchsvollen Streicher beim täglichen Üben. Eine Umfrage ergab, dass über 70 Prozent der aufgewendeten Übezeit und Aufmerksamkeit eines Streichers der Intonation gilt.Gerhard Mantel vermittelt in diesem Buch Hintergrundwissen zum Phänomen der Intonation und nennt praktische Übemethoden, die über eine simple, spontane Bestimmung von zu hoch, zu tief, weit hinausgehen. Die teilweise unkonventionellen Lösungsansätze ermöglichen jedem Streicher, seinen individuellen Weg zu einer optimalen Intonation zu finden und scheinbar unlösbare Probleme beim Zusammenspiel mit anderen Streichern, Bläsern oder Klavier zu beseitigen. Besonderen Wert legt der Autor darauf, spielerisch mit der Intonation umzugehen und sie gezielt für den künstlerischen Ausdruck einzusetzen.

Gerhard Mantel, international erfahrener Cellist und Pädagoge, lehrt an der Musikhochschule Frankfurt und ist Ehrenpräsident der deutschen Sektion der European String Teachers Association (ESTA). Er gründete 1996 das Forschungsinstitut für Instrumental- und Gesangspädagogik e.V. und führt Kurse und Seminare im In- und Ausland durch. Weitere Veröffentlichungen bei Schott Musik International: Cello üben (ED 8714), „Einfach üben. 185 unübliche Überezepte für Instrumentalisten (ED 8724), Mut zum Lampenfieber (SEM 8385).

Inhalt

I. Das Spiel der Zahlen

  • Das pythagoräische Komma
  • Das syntonische Komma
  • Konsequenzen für die einzelnen Intervalle
  • Reine Intervalle fast ohne Intonationsspielraum: Primen, Oktaven, Quinten und Quarten
  • Terz
  • Sexte
  • Große Sekunde (Ganzton)
  • Kleine Septime
  • Große Septime
  • Der Halbton
  • Der Tritonus
  • Frequenz und schwingende Saitenlänge
  • Intervallbestimmung in Cents
  • Schwebungen
  • Differenztöne
  • Die gleichschwebende oder gleichstufige Intonation

II. Wahrnehmung von Tonhöhe und Intervall

  • Wahrnehmung harmonisch-vertikal
  • Wahrnehmung melodisch-horizontal
  • Wechsel zwischen den verschiedenen Intonationssystemen
  • Wahrnehmung und Vorstellung
  • Intonationswahrnehmung und Tempo
  • Intonationswahrnehmung und Lautstärke
  • Intonationswahrnehmung und Klangfarbe
  • Intonationswahrnehmung und Rhythmus
  • Zurechthören
  • Wahrnehmung fremder Intonationssysteme

III. Intonation als Ausdruck

  • "Intonation expressive" (Casals) - Möglichkeiten und Grenzen
  • Expressive Intonation und Sicherheit
  • Portamento
  • "Lieber zu hoch als falsch"

IV. Räumliche Auswirkungen auf dem Griffbrett

  • Logarithmische Veränderungen innerhalb der Lage
  • Praktische Intonationsmuster
  • Saubere Töne oder saubere Intervalle?
  • Intervallschritte aufeinander abstimmen
  • Intonationsvergleich verschiedener Lagen
  • Intonationssicherung mit Hilfe von Flageolett-Tönen
  • Intonation von Akkorden
  • Intonation und Übetempo

V. Intonation und Bogen

  • Bogenbewegung und Tonhöhe
  • Bogendruck und Tonhöhe
  • Intonation und Mut
  • Doppelgriffe und Bogendruck

VI. Intonation und Bewegung

  • Sensibilität und Körperbewegung
  • Intonation und Fingerbewegung
  • Umsetzen der Finger bei Doppelgriffen
  • Intonation und Lagenwechsel
  • Tonhöhenvorstellung
  • Intonation und räumlicher Abstand
  • Motorisches Gedächtnis
  • Vorstellungshilfen zum Lagenwechsel
  • Intonation und "Timing" des Lagenwechsels
  • Korrekturhilfen
  • Intonation von Spielfiguren
  • Intonation und Sprache

VII. Tonhöhe und Vibrato

  • Vibrato als absichtliche Verunreinigung
  • Vibrato und empfundene Tonhöhe
  • Vibrato als persönliches "Markenzeichen"

VIII. Stimmen

IX. Psychologische Aspekte von Intonation

  • Intonation und Selbstbewusstsein
  • Mut zur Unsauberkeit
  • Fehlertoleranz
  • Intonation und Aufmerksamkeit
  • Intonation und Anstrengung
  • Intonatorische Definitionshilfen
  • Alle Sinne einschalten
  • Das Auge
  • Der Tastsinn
  • Der kinästhetische Sinn
  • Geruchssinn und Geschmackssinn

X. Gewohnheiten

  • Kulturelle Gewohnheiten
  • Individuell erworbene Gewohnheiten
  • Intonationspräferenzen
  • Schlechte Gewohnheiten in gute verwandeln
  • Intonation und absolutes Gehör

XI. Intonation im Zusammenspiel

  • Zusammenspiel mit Streichern
  • Zusammenspiel mit Klavier
  • Zusammenspiel mit Bläsern
  • Zusammenspiel mit Cembalo und Orgel
  • Zusammenspiel im Orchester
  • Intonationsband des Orchesterklangs
  • Individuelle Intonation des Streichers im Orchester

XII. Intonation im Unterricht

  • Unterscheidungsfähigkeit von Tonhöhen
  • Fehlerakzeptanz als Bedingung für gute Intonation
  • Intonation und Disziplin
  • Intonation und Information statt einer Zusammenfassung

Schlusswort

Literaturverzeichnis

Sachregister