Alpenländische Weihnachtslieder – Noten und Liederbücher

„Es wird scho glei dumpa, es wird ja scho Nacht, drum kimm i zu dir her, mein Heiland, auf d’Wacht.“ So beginnt das vielleicht bekannteste Weihnachtslied aus dem alpenländischen Raum – sieht man einmal vom alles überragenden „Stille Nacht“ ab. Das eine ist zwar eine wohl echte „Stimme des Volkes in ihren Liedern“ im Sinne Herders und das andere eine veritable Komposition, stilistisch zu unterscheiden sind sie dennoch nicht.

Seit dem frühen 19. Jahrhundert wanderten fahrende Sänger aus dem österreichischen Alpenraum durch Europa und Nordamerika und traten in den Pausen von bürgerlichen Opern und Konzerten auf. Im schweizer Raum entwickelten sich aus alten Hirtenspielen Feste mit volkstümlichen Wettkämpfen u. a. im Alphornblasen, in deren Folge Sänger-, Jodler und Alphornvereine gegründet wurden, die Kurse gaben.

Ganz besonders beliebt aber ist die [Stubenmusik], in der oft Familien auftreten und traditionelles Weihnachtssingen darbieten. Kein Geringerer als Maximilian II. von Bayern unterstützte als Förderer des Brauchtums die Verbreitung der alpenländischen Musik in gedruckten Ausgaben – und nebenbei beeinflusster er auch die Mode: Er machte die Tracht hoffähig.

[Tobi Reiser] [Annette Thoma]