Jean Guillou (19302019)

La Chapelle des Abîmes op. 26 (1973)

d'après Julien Gracq
Edition Schott

für: Orgel

Artikelnr.147135
Autor/KomponistJean Guillou
Schwierigkeitanspruchsvoll
Umfang28 Seiten; 23,0 x 30 cm
Erscheinungsjahr2005
Verlag/HerstellerSchott Music
Hersteller-Nr.ED 9798
18,50 €
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Beschreibung

Julien Gracqa erster Roman Au Château d'Agrol enthält ein Kapitel, in dem Herminien, der Held, tief im Wald versteckt eine Kapelle entdeckt: Bald ... durch das Dickicht der Äste, bizarr in fantastische Arabesken gehüllt, zeigte sich das graue Mauerwerk einer Kapelle, die inmitten eines Abgrundes schwebte. Dort erblickte er eine Orgel und, sobald er die Stufen zur Empore erklommen hatte, begann er zu improvisieren: Da, aus seiner tiefen inneren Unruhe heraus, erhob sich ein Ton. Der Autor schildert sodann jene Improvisation, welche ihrerseits alle psychologische Spannung musikalisch bündelt, die sich im Verlauf des Romans aufgebaut hat. Diese Komposition, die den Titel des entsprechenden Kapitels trägt, strebt keineswegs eine wörtliche Umsetzung der literarischen Schilderung jener Improvisation an, was ebenso unmöglich wäre wie die exakte Umsetzung von Prousts Sonate de Vinteuil. Gleichwohl wird das Stück sowohl von dieser Schilderung als auch von dem Roman im Ganzen inspiriert.

Inhalt

Aus dem Vorwort:

Julien Gracqa erster Roman "Au Château d'Agrol" enthält ein Kapitel, in dem Herminien, der Held, tief im Wald versteckt eine Kapelle entdeckt: "Bald ... durch das Dickicht der Äste, bizarr in fantastische Arabesken gehüllt, zeigte sich das graue Mauerwerk einer Kapelle, die inmitten eines Abgrundes schwebte." Dort erblickte er eine Orgel und, sobald er die Stufen zur Empore erklommen hatte, begann er zu improvisieren: "Da, aus seiner tiefen inneren Unruhe heraus, erhob sich ein Ton." Der Autor schildert sodann jene Improvisation, welche ihrerseits alle psychologische Spannung musikalisch bündelt, die sich im Verlauf des Romans aufgebaut hat. Diese Komposition, die den Titel des entsprechenden Kapitels trägt, strebt keineswegs eine wörtliche Umsetzung der literarischen Schilderung jener Improvisation an, was ebenso unmöglich wäre wie die exakte Umsetzung von Prousts "Sonate de Vinteuil". Gleichwohl wird das Stück sowohl von dieser Schilderung als auch von dem Roman im Ganzen inspiriert.