Johann Philipp Kirnberger (17211783)

Die Kunst des reinen Satzes in der Musik

Band I: Harmonielehre
Reprint der Ausgabe Berlin 1771

Boek (softcover)

Item no.371095
Author/ComposerJohann Philipp Kirnberger
EditorGregor Herzfeld
Languagegerman
Scope250 pages; 14 × 19 cm
Release year2004
Publisher/ProducerBärenreiter
Producer No.BVK 1725
ISBN9783761817254
23.50 €
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Description

Im friderizianischen Berlin, 1771: Johann Philipp Kirnberger, der ehemalige Kompositions- und Klavierschüler Johann Sebastian Bachs, nun Hofmusicus der Prinzessin Anna Amalie von Preußen, veröffentlicht sein Lehrwerk "Die Kunst des reinen Satzes". Entstanden ist es im gedanklichen Austausch mit den großen Musikgelehrten der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts: Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Friedrich Agricola, Friedrich Wilhelm Marpurg, Johann Nikolaus Forkel und anderen.

Mit diesem Lehrwerk unternimmt Kirnberger den Versuch, musikalische Schönheit aus "sicheren Grundsätzen" abzuleiten. Im Zuge dieses aufklärerischen Projekts erörtert der Verfasser die theoretischen und praktischen Fundamente der Musik seiner Zeit: Teil 1, der mit diesem Reprint vorgelegt wird, enthält die Harmonielehre. Sie bildet die Grundlage, von der Kirnberger alles weitere ableitete; Melodie- und Kontrapunktlehre erschienen später in einem zweiten Teil.

Unumstritten waren Kirnbergers Theorien seinerzeit nicht . Trotz seiner Orientierung an einem konservativen Stilideal lässt "Die Kunst des reinen Satzes" wesentliche Entwicklungen des 19. Jahrhunderts, etwa die Satzlehre Hugo Riemanns, vorausahnen. Besonders wichtig für Wissenschaftler der heutigen Zeit sind die konkreten und mit vielen Notenbeispielen veranschaulichten Analysen kompositorischer Prinzipien, vor allem der Werke Bachs.

Content

  • ​Einführung
  • ​Nachdruck des Originals Berlin 1771:
  • ​Widmung
  • ​Vorrede
  • ​Vorerinnerung
  • ​Erster Abschnitt. Von der Tonleiter und der Temperatur derselben
  • ​Zweyter Abschnitt. Von den Intervallen
  • ​Dritter Abschnitt. Von den Accorden
  • ​Vierter Abschnitt. Anmerkungen über die Beschaffenheit und den Gebrauch der Accorde und einiger dazu gehöriger Intervalle:
  • ​1) Ueber den Dreiklang
  • ​2) Anmerkungen über den Sexten-Accord
  • ​3) Anmerkungen über den consonirenden Quart-Sexten-Accord
  • ​4) Anmerkungen über den Septimen-Accord
  • ​5) Anmerkungen über die erste Verwechslung des Septimen-Accords, oder den Quint-Sexten-Accord
  • ​6) Anmerkungen über die zweyte Verwechslung des wahren Septimen-Accordes, oder den Akkord der Terz, Quart und Sexte
  • ​7) Anmerkungen über die dritte Verwechslung des Septimen-Accordes, oder den Secunden-QuartSexten-Accord, der auch schlechtweg der Secunden-Accord genennt wird
  • ​8) Anmerkungen über die zufälligen Dissonanzen, oder die Vorhalte, über ihre Natur, ihren Gebrauch, ihre Vorbereitung und Auflösung
  • ​Fünfter Abschnitt. Von der freyen Behandlung der dissonierenden Accorde in der leichtern Schreibart
  • ​Sechster Abschnitt. Von den harmonischen Perioden und den Cadenzen
  • ​Siebender Abschnitt: Von der Modulation
  • ​Achter Abschnitt. Von der Modulation in entfernte Tonarten, und von plötzlichen Ausweichungen
  • ​Neunter Abschnitt. Von den harmonischen und unharmonischen Fortschreitungen in der Melodie
  • ​Zehnter Abschnitt. Von dem einfachen Contrapunkt in zwey und mehr Stimmen
  • ​Eilfter Abschnitt. Von dem verziehrten oder bunten einfachen Contrapunkt
  • ​Zugabe
  • ​Notenbeilage
  • ​Errata