Nicolaus A. Huber (b.1939)

With Ego Amplitudes

für Violine und Klavier

for: Violin, piano

Score

Item no.665866
Author/ComposerNicolaus A. Huber
Duration12 minutes
Release year2017
Publisher/ProducerBreitkopf & Härtel
Producer No.EB 9250
ISMN9790004185506
16.90 €
Delivery time: 2–3 working days (Germany )
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Description

Hatte Nono noch die Welt als fragmentarisch zu analysierende gesehen, greift der sogenannte Konsumenten-Kapitalismus immer häufiger in Ichstrukturen ein, indem er diese fragmentiert: zu Unzulänglichkeitsvermutung, „war Verzehr eine Form von Infiltration?“, zu: „im Fernsehen kann man Models sehen, die an Gesichtscreme schlecken, weil sie so reichhaltig ist“ usw., wie Meredith Haaf anlässlich einer Buchkritik in der SZ vom 23.5.2016 schreibt (Alexandra Kleeman: A wie B und C ) und zu ähnlichen Vollkommenheitssinnlosigkeiten.

Musik kennt keine halben Sachen. Selbst wenn sich Ereignisse oder Töne aufplustern können sie Eleganz und Sinn behalten. Andere ego amplitudes sind geigerischer Natur oder Lieblingserinnerungen - Paganinis „Capricci“, Stockhausens „Studie I“, Steve Reich, der Ton C und Ähnliches.

Die verrücktesten Ichs sind allerdings Quanten, denn sie sind zu keiner Zeit mit sich identisch, können sich aber doch verschränken, nichtlokal sein usw. Obwohl es sich bei diesem Duo um eine relativ offene Klanglichkeit handelt, glaube ich, dass es mir gelungen ist, Wahrscheinlichkeitswellen der harmonischen Aufenthalte wahrnehmbar zu machen. D.h. Hören ohne zu analysieren und ohne dauernd zu messen. Ohne Botenteilchen bedeutet ohne harmonische Schritte, aber mit der Fähigkeit zu Wechselwirkungen.

(Nicolaus A. Huber, Mai 2016)