Noten zu Spirituals und Gospels

Spirituals und Gospels, die Begriffe werden meist synonym gebraucht, stammen aus England und Nordamerika. Dort führten die reformatorischen Erweckungsbewegungen des 18. und 19. Jahrhunderts zu einer neuen Spiritualität: Die Lieder sind nicht mehr vom rächenden Gott der Calvinisten geprägt, sondern drücken in anschaulichen Bildern die Freuden des Paradieses und der Erlösung durch Jesus Christus aus.

Die Musik spiegelt die einfachen Strophenformen aus dem evangelischen Hymnensingen oder dem Blues, volkstümliche Melodik und Rhyhtmen aus der populären Musik und den Gestus des „chanted sermon“, der gesungenen Predigt. Durch Singgottesdienste, „Song Services“, und die Sonntagsschulbewegung erlangten die Songs große Popularität, zu der bald auch bekannte Gospelsängerinnen und -sänger und das Aufkommen von Gospelquartetten zu Beginn des 20. Jahrhunderts beitrugen. Heute sind überall auf der Welt Gospelchöre verbreitet, auch außerhalb des Gottesdienstes erfreut sich die Musik großer Beliebtheit.

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