Notenblätter von Sofia Gubaidulina

Sofia Gubaidulina (*1931) ist eine der bedeutendsten russischen Komponistinnen der Generation nach Dmitri Schostakowitsch. Dieser ermutigte sie dazu, weiterhin ihrem eigenen Weg zu folgen, der sich gegen den russischen Stil seiner Zeit in der Mitte des 20. Jahrhunderts wandte.

Typisch für ihre Werke sind die Verwendung des Bajan, eines chromatischen Knopfakkordeons, und der Einbezug religiöser Themen.

Weil ihre Musik nicht im Sinne des Sozialistischen Realismus der Sowjetunion war, wurde die Aufführung ihrer Werke in den 1960er und 1970er Jahren verboten.

Spätestens die Uraufführung 1981 von `Offertorium´, ihrem ersten Violinkonzert, besiegelte aber ihren Erfolg vor allem im Westen. Sofia Gubaidulina ist seitdem, zusammen mit Alfred Schnittke und Edisson Denissow, eine weltweit anerkannte zeitgenössische Komponistin Russlands.

Gubaidulina ist seit 1992 wohnhaft in Deutschland und Mitglied verschiedener Akademien, inklusive der Academy of Motion Picture Arts and Science, die für die jährlichen Oscar-Verleihungen zuständig ist. Am Konservatorium von Kasan, wo sie zuerst studiert hatte, ist sie heute Ehrenprofessorin.