Musik zur Eucharistie

Die Liturgie der Christen geht auf zwei jüdische Traditionen zurück: Zum einen den synagogalen Wortgottesdienst, der aus Schriftlesung und Auslegung, Psalm und Gebet besteht, mit dem Ambo, dem Lesepult, als Zentrum. Und zum anderen den häuslichen Ritus des Mahles mit dem Zentrum des Altars – die Eucharistiefeier.

Während der Wortgottesdienst in erster Linie der Lehre dient, ist die Eucharistie die Feier des Mysteriums. Besonders deutlich wird das in den zeichenhaften Anteilen wie [Offertorium,][Elevation] oder [Communio]. Der Musik zu diesen Momenten eignet eine besondere meditative Stimmung, nicht selten überschreitet speziell die Orgelmusik hier die Grenzen des üblichen Gefühlsaudrucks, um die Besonderheit zu verdeutlichen.

Bereits in frühester Zeit wurde bei der Feier des Abendmahles gesungen. Neben Psalmen wurden dabei auch [Hymnen] und [Responsorien] mit neu verfassten Texten verwendet. Die wortgebundene Musik hat oft die Hingabe, das Opfer zum Inhalt, oder den Dank für die Erlösung.