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Drei Jahrhunderte Musikgeschichte: Der Verlag Breitkopf & Härtel

Am Anfang stand eine Hochzeit: Der Buchdrucker Bernhard Christoph Breitkopf heiratete am 24. Januar 1719 in die Leipziger Druckerfamilie Müller ein und übernahm – nach scheinbar mehrtägigen Feierlichkeiten – am 27. Januar die Geschäfte. Dieser Tag jedenfalls ist in der Firmenchronik als das Gründungsdatum des Verlagshauses Breitkopf & Härtel vermerkt, das somit als der älteste Musikverlag der Welt gelten kann.

Die wechselvolle Geschichte des Verlags spiegelt zum einen die Zeit- und Musikgeschichte der letzten drei Jahrhunderte – Krieg, Zerstörung und die deutsche Teilung griffen tief in das Schicksal des Verlags und seiner Mitarbeiter ein –, zum anderen führt sie uns den rasanten Medienwandel vor Augen, der sich in diesen 300 Jahren vollzogen hat.

Prägender Einfluss auf die europäische Musikgeschichte

„Eine sehr angenehme und für mich heilsame Verbindung, zu der ich gelangte, war die mit dem Breitkopfischen Hause. Bernhard Christoph Breitkopf, der eigentliche Stifter der Familie, der als ein armer Buchdruckergesell nach Leipzig gekommen war, lebte noch und bewohnte den »Goldenen Bären«, ein ansehnliches Gebäude auf dem Neuen Neumarkt, mit Gottsched als Hausgenossen.“

Mit diesen Worten erinnert sich der damalige Leipziger Student Johann Wolfgang Goethe, befreundet mit den Söhnen der Familie Breitkopf, an die anscheinend sehr anregende Atmosphäre im „Goldenen Bären“ – den der Verlag bis heute als Wappentier führt. In diesem Stammsitz der Familie wie der Firma wohnte mit dem Literaturtheoretiker Johann Christoph Gottsched auch eine der prägendsten Figuren der Epoche der Aufklärung.

Nach dem Eintritt des Juristen Gottfried Christoph Härtel in die Geschäftsleitung des Verlages wurde diese Lust am Diskutieren öffentlich gemacht: durch die Gründung der Allgemeinen musikalischen Zeitung, die bis weit ins 19. Jahrhundert hinein den bürgerlichen Musikgeschmack entscheidend beeinflusste. Ebenfalls ab 1798 – und damit schon sieben Jahre nach dem Tod des Komponisten – erschien eine 17bändige Ausgabe der Werke Wolfgang Amadeus Mozarts. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt schließlich das Zeitalter der „Gesamtausgaben“, die Werke Johann Sebastian Bachs, Beethovens, Mozarts, Schuberts, Mendelssohns, Schumanns u.a. werden erstmals mit dem wissenschaftlichem Anspruch und dem Ziel der Vollständigkeit herausgegeben.

Der das Musikleben bis heute prägende Kanon der Meisterwerke – des Barock, der Wiener Klassik und der Romantik – geht zu einem nicht geringen Teil auf die Aktivitäten des Verlags Breitkopf und Härtel zurück.

„...ich kann und werde kein geringeres Honorar dafür annehmen!“

Angefangen mit Ludwig van Beethoven hatte Breitkopf und Härtel stets viele bedeutende Komponisten bereits zu Lebzeiten unter Vertrag – und setzt diese Tradition bis heute mit herausragenden Komponistinnen und Komponisten der Neuen Musik wie Helmut Lachenmann, Hans Zender, José María Sánchez-Verdú, Isabel Mundry oder Adriana Hölszky fort.

Die anfangs erwähnte traditionelle Gesprächs- und Diskussionskultur des Hauses Breitkopf und Härtel lässt sich auch in den Briefwechseln des Verlages mit seinen Komponistinnen und Komponisten nachlesen – eine oft unterschätzte musikgeschichtliche Quelle, wegen des häufigen Feilschens um das Honorar auch eine äußerst amüsante Lektüre. Im Falle Beethovens sind die Briefe online sogar in der Originalhandschrift zu lesen, die Korrespondenzen mit Clara Schumann und Ferrucio Busoni liegen in Buchform vor.

300 Jahre Breitkopf & Härtel

Ein Festjahr voller alter und neuer Musik

Auf der Jubiläumsseite von Breitkopf und Härtel findet sich nicht nur eine ausführliche und reich bebilderte Firmenchronik – ein spannend zu lesender Streifzug durch 300 Jahre Musik- und Zeitgeschichte –, sondern auch ein Überblick über die zahlreichen Konzerte, Ausstellungen und Symposien zum Jubiläumsjahr. Nicht nur, aber vor allem an den Verlagsstandorten Leipzig und Wiesbaden.

Wenn Kunst und Leben verschmelzen

Zum 150. Todestag von Hector Berlioz am 8. März

Zum 150. Todestag von Hector Berlioz

Wäre sie der Stoff eines Romans oder der Plot eines Films, man würde die folgende Geschichte für reichlich übertrieben halten: Ein junger Pariser Komponist sieht sich Shakespeares Hamlet an und verliebt sich unglücklich in die Schauspielerin der Ophelia. Er schreibt ihr unzählige Briefe, die unbeantwortet bleiben, mietet sich in ihrer Nachbarschaft ein und reagiert sich, dem Wahnsinn nahe, schließlich mit der Komposition einer Sinfonie ab, der er den Titel „Episoden aus dem Leben eines Künstlers“ gibt und der er Satz für Satz ein detailliertes Programm unterlegt: Der Held dieser Sinfonie vergiftet sich aus verschmähter Liebe und verfällt in schauerliche Visionen, in denen er seine Geliebte tötet, zu den Klängen eines schauerlichen Marsches zum Schafott geführt und in einer Walpurgisnacht von Hexen und Teufeln zu Grabe getragen wird.

Endlich hört sich die Schauspielerin eine Aufführung der Sinfonie an, erkennt, dass es dabei um sie geht, wird dem Komponisten vorgestellt – und kurz darauf heiraten beide…

Eine reichlich übertriebene Geschichte? Aber trotzdem wahr! Sie ereignet sich in den 20er und 30er Jahren des 19. Jahrhunderts. Der junge Komponist, dem die Grenzen zwischen Kunst und Realität zunehmend verschwimmen, heißt Hector Berlioz, die irische Schauspielerin, die ihn inspiriert, Harriet Smithson; und das Werk, in dem Berlioz seiner Besessenheit von der unerreichbaren Geliebten musikalischen Ausdruck verleiht, ist die Symphonie fantastique.

Hört man dieses Werk von 1830 heute, so ist man jedes Mal aufs Neue erstaunt über seine Modernität, seine ungewöhnliche Form (ein „idée fixe“ genanntes Motiv durchzieht in unzähligen Abwandlungen, mal schmeichelnd, mal sarkastisch im Ausdruck, alle fünf Sätze) und die Kühnheiten der Orchestration – so ahmen zum Beispiel die Streicher mit dem Bogenholz das Klappern von Skeletten nach.

Nur drei Jahre nach Beethovens Tod weist Berlioz mit diesem Werk einen der möglichen Wege, wie man auch nach Beethoven noch Sinfonien schreiben kann: den Weg der Programmmusik, den auch Franz Liszt, Richard Strauss, Gustav Mahler – und auf seine Weise Richard Wagner einschlagen werden.

Wenig bekannt ist, dass Berlioz mit Lélio oder Die Rückkehr ins Leben (Lélio ou Le Retour à la vie) eine Fortsetzung der „Symphonie fantastique“ geschrieben hat; beide Werke sollten seiner Vorstellung nach hintereinander aufgeführt werden. „Lélio“ ist eine experimentelle Mischung aus den Gattungen Melodram, klavierbegleitete Ballade und Chorsinfonik.

Bereits drei Jahre nach der Uraufführung erstellte Franz Liszt, der Trauzeuge von Berlioz, eine hochvirtuose Klaviertranskription der „Symphonie fantastique“. Bis heute liegen unter anderem Bearbeitungen für Orgel, sinfonisches Blasorchester, variable Ensembles und eine leicht spielbare Klavierfassung vor.

Es bieten sich also viele Möglichkeiten, dieses und andere Werke von Hector Berlioz im Jahr seines 150. Todestages (wieder) zu entdecken und diesen so romantischen wie zukunftsweisenden Komponisten, der auch ein lesenswerter Musikkritiker und -schriftsteller war, (besser) kennenzulernen. Eine unschätzbare Hilfe dabei ist die Berlioz-Website, die jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit zweier Berlioz-Enthusiasten.

Jubiläen 2019

Jubiläen 2019

„Die beste Möglichkeit, Mozart zu ehren, wäre, ihn ein Jahr lang überhaupt nicht zu spielen!“

So lautete ein verzweifelter Stoßseufzer im Mozartjahr 2006. Tatsächlich droht die Feier von Komponistenjubiläen immer in ein kommerzielles Event auszuarten – je prominenter der Name, umso mehr.

Andererseits bietet ein Jubiläumsjahr die Möglichkeit, weniger bekannte oder gar weitgehend vergessene Komponisten wiederzuentdecken und ihre Werke auf den Prüfstand zu stellen. Im Idealfall überdauert das Interesse an einer solchen Wiederentdeckung die Sonderveranstaltungen des Gedenkjahres und bereichert das Repertoire um das ein oder andere zu Unrecht vergessene Werk.

Nach dem mit den runden Geburts- bzw. Todestagen von Gioachino Rossini, Claude Debussy und Leonard Bernstein äußerst vielfältigen Jahr 2018 – und bevor im Jahr 2020 mit den Feiern zu Beethovens 250. Geburtstag das nächste Mega-Event ins Haus steht – fehlen auf dem Festkalender des Jahres 2019 die ganz großen Namen. Umso mehr Unbekanntes – und hoffentlich Spannendes – gibt es neu und wieder zu entdecken.

Außerhalb von Expertenkreisen dürften die Namen von Johann Rosenmüller und Barbara Strozzi, eine der wenigen namentlich bekannten Komponistinnen des 17. Jahrhunderts, unbekannt sein. Beide feiern 2019 ihren 400. Geburtstag.

Ebenso wenig ins allgemeine Bewusstsein gerückt sind bisher die Werke von Roman Haubenstock- Ramati oder Mieczysław Weinberg, die beide vor 100 Jahren geboren wurden. Vor allem in seiner Geburtsstadt Augsburg wird man des 300. Geburtstags von Leopold Mozart gedenken, der damit die Chance erhält, als Komponist und nicht nur als strenger Vater von Wolfgang Amadeus wahrgenommen zu werden.

Die Freunde und Freundinnen der leichteren Muse schließlich kommen in diesem Jahr ganz besonders auf ihre Kosten, wurden doch die beiden Väter der OperetteJacques Offenbach und Franz von Suppé – vor 200 Jahren geboren, und sind vielleicht abseits ihrer bekannten Werke ganz neu zu entdecken.

Die drei prominentesten Jubilare des Jahres 2019 sind zugleich drei Sonderfälle: Clara Schumanns auch Laien zugängliche Lieder und Klavierwerke bekommen immer noch nicht die verdiente Aufmerksamkeit, Hector Berlioz ist nach wie vor hauptsächlich mit einem Werk – der Symphonie fantastique – auf den Konzertpodien präsent und das kompositorische Werk Hans Pfitzners wird nach wie vor von der Diskussion um seine Rolle im Nationalsozialismus überschattet.

An dieser Stelle werden wir Sie im Laufe des Jahres noch genauer mit all den Jubilaren und ihren Werken bekannt machen – schauen Sie also regelmäßig vorbei!