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Productdetails
Mantel, Gerhard
Intonation
Spielräume für Streicher (Studienbuch)
Boek
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Producent / uitgever:
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Schott Music
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Editienr.:
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ED 8729
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ISBN:
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978-3-7957-8729-5
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Omvang:
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168 Pagina’s, 15 cm x 17 cm
Aus dem Vorwort:
Eine kürzlich vorgenommene Blitzumfrage unter
Streicherstudenten ergab, dass ungefähr 70 bis 90 Prozent
der aufgewendeten Übezeit und Aufmerksamkeit eines
Streichers der Intonation gilt. Diese Umfrage erhebt zwar keinen
Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit, sie zeigt aber, dass
ein riesiges Aufmerksamkeitspotential jedes Streichers auf das
Phänomen der Intonation gerichtet ist. Je höher der
Anspruch an die eigene Intonation, desto größer dieser
Aufwand.
Dieses Buch wurde auf der Basis einer lebenslangen Praxis
für Streicher mit einem hohen Anspruch an die eigene
Intonation geschrieben (es gibt unterschiedliche Ebenen dieses
Anspruchs!). Es ist keine wissenschaftliche Abhandlung über
Gehörpsychologie oder -physiologic. Auch geht es hier nicht
um eine ästhetische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen
historischen Intonationssystemen oder um eine
physikalisch-mathematische Frequenzanalyse, so wichtig und
interessant diese Themen sind.
Wohl aber soll dieses Buch dazu beitragen, einige
Missverständnisse auszuräumen und vor allem
Halbwahrheiten aufzudecken, um den täglichen Umgang mit der
Intonation mit ganz konkreten Zielen und nachvollziehbaren
Methoden auszustatten. Dabei werden auch einige praktische
klangtechnische Arbeitsweisen zur Umsetzung intonatorischer
Varianten und Korrekturen besprochen. Ein Minimum an einfachen
physikalischen Informationen und einige simple Zahlenvergleiche
sind dabei als Grundlage zum Verständnis der Problematik
unerlässlich.
Drei Fragen eines Streichers sollen hier beantwortet werden:
- Was sollte ich theoretisch mindestens wissen, um sauber (noch
sauberer] zu spielen?
- Welche Hindernisse stellen sich mir in den Weg?
- Was kann ich machen, um dieses Ziel - eine gute Intonation -
praktisch zu erreichen?
Inhalt
I. Das Spiel der Zahlen
- Das pythagoräische Komma
- Das syntonische Komma
- Konsequenzen für die einzelnen Intervalle
- Reine Intervalle fast ohne Intonationsspielraum: Primen,
Oktaven, Quinten und Quarten
- Terz
- Sexte
- Große Sekunde (Ganzton)
- Kleine Septime
- Große Septime
- Der Halbton
- Der Tritonus
- Frequenz und schwingende Saitenlänge
- Intervallbestimmung in Cents
- Schwebungen
- Differenztöne
- Die gleichschwebende oder gleichstufige Intonation
II. Wahrnehmung von Tonhöhe und Intervall
- Wahrnehmung harmonisch-vertikal
- Wahrnehmung melodisch-horizontal
- Wechsel zwischen den verschiedenen Intonationssystemen
- Wahrnehmung und Vorstellung
- Intonationswahrnehmung und Tempo
- Intonationswahrnehmung und Lautstärke
- Intonationswahrnehmung und Klangfarbe
- Intonationswahrnehmung und Rhythmus
- Zurechthören
- Wahrnehmung fremder Intonationssysteme
III. Intonation als Ausdruck
- "Intonation expressive" (Casals) - Möglichkeiten und
Grenzen
- Expressive Intonation und Sicherheit
- Portamento
- "Lieber zu hoch als falsch"
IV. Räumliche Auswirkungen auf dem Griffbrett
- Logarithmische Veränderungen innerhalb der Lage
- Praktische Intonationsmuster
- Saubere Töne oder saubere Intervalle?
- Intervallschritte aufeinander abstimmen
- Intonationsvergleich verschiedener Lagen
- Intonationssicherung mit Hilfe von Flageolett-Tönen
- Intonation von Akkorden
- Intonation und Übetempo
V. Intonation und Bogen
- Bogenbewegung und Tonhöhe
- Bogendruck und Tonhöhe
- Intonation und Mut
- Doppelgriffe und Bogendruck
VI. Intonation und Bewegung
- Sensibilität und Körperbewegung
- Intonation und Fingerbewegung
- Umsetzen der Finger bei Doppelgriffen
- Intonation und Lagenwechsel
- Tonhöhenvorstellung
- Intonation und räumlicher Abstand
- Motorisches Gedächtnis
- Vorstellungshilfen zum Lagenwechsel
- Intonation und "Timing" des Lagenwechsels
- Korrekturhilfen
- Intonation von Spielfiguren
- Intonation und Sprache
VII. Tonhöhe und Vibrato
- Vibrato als absichtliche Verunreinigung
- Vibrato und empfundene Tonhöhe
- Vibrato als persönliches "Markenzeichen"
VIII. Stimmen
IX. Psychologische Aspekte von Intonation
- Intonation und Selbstbewusstsein
- Mut zur Unsauberkeit
- Fehlertoleranz
- Intonation und Aufmerksamkeit
- Intonation und Anstrengung
- Intonatorische Definitionshilfen
- Alle Sinne einschalten
- Das Auge
- Der Tastsinn
- Der kinästhetische Sinn
- Geruchssinn und Geschmackssinn
X. Gewohnheiten
- Kulturelle Gewohnheiten
- Individuell erworbene Gewohnheiten
- Intonationspräferenzen
- Schlechte Gewohnheiten in gute verwandeln
- Intonation und absolutes Gehör
XI. Intonation im Zusammenspiel
- Zusammenspiel mit Streichern
- Zusammenspiel mit Klavier
- Zusammenspiel mit Bläsern
- Zusammenspiel mit Cembalo und Orgel
- Zusammenspiel im Orchester
- Intonationsband des Orchesterklangs
- Individuelle Intonation des Streichers im Orchester
XII. Intonation im Unterricht
- Unterscheidungsfähigkeit von Tonhöhen
- Fehlerakzeptanz als Bedingung für gute Intonation
- Intonation und Disziplin
- Intonation und Information statt einer Zusammenfassung
Schlusswort
Literaturverzeichnis
Sachregister