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17,95 €
Art.-nr.: 296549
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Mantel, Gerhard

Intonation

Spielräume für Streicher (Studienbuch)

Boek

Producent / uitgever:
Schott Music
Editienr.:
ED 8729
ISBN:
978-3-7957-8729-5
Omvang:
168 Pagina’s, 15 cm x 17 cm

Aus dem Vorwort:

Eine kürzlich vorgenommene Blitzumfrage unter Streicherstudenten ergab, dass ungefähr 70 bis 90 Prozent der aufgewendeten Übezeit und Aufmerksamkeit eines Streichers der Intonation gilt. Diese Umfrage erhebt zwar keinen Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit, sie zeigt aber, dass ein riesiges Aufmerksamkeitspotential jedes Streichers auf das Phänomen der Intonation gerichtet ist. Je höher der Anspruch an die eigene Intonation, desto größer dieser Aufwand.

Dieses Buch wurde auf der Basis einer lebenslangen Praxis für Streicher mit einem hohen Anspruch an die eigene Intonation geschrieben (es gibt unterschiedliche Ebenen dieses Anspruchs!). Es ist keine wissenschaftliche Abhandlung über Gehörpsychologie oder -physiologic. Auch geht es hier nicht um eine ästhetische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen historischen Intonationssystemen oder um eine physikalisch-mathematische Frequenzanalyse, so wichtig und interessant diese Themen sind.

Wohl aber soll dieses Buch dazu beitragen, einige Missverständnisse auszuräumen und vor allem Halbwahrheiten aufzudecken, um den täglichen Umgang mit der Intonation mit ganz konkreten Zielen und nachvollziehbaren Methoden auszustatten. Dabei werden auch einige praktische klangtechnische Arbeitsweisen zur Umsetzung intonatorischer Varianten und Korrekturen besprochen. Ein Minimum an einfachen physikalischen Informationen und einige simple Zahlenvergleiche sind dabei als Grundlage zum Verständnis der Problematik unerlässlich.

Drei Fragen eines Streichers sollen hier beantwortet werden:

  • Was sollte ich theoretisch mindestens wissen, um sauber (noch sauberer] zu spielen?
  • Welche Hindernisse stellen sich mir in den Weg?
  • Was kann ich machen, um dieses Ziel - eine gute Intonation - praktisch zu erreichen?

Inhalt

I. Das Spiel der Zahlen

  • Das pythagoräische Komma
  • Das syntonische Komma
  • Konsequenzen für die einzelnen Intervalle
  • Reine Intervalle fast ohne Intonationsspielraum: Primen, Oktaven, Quinten und Quarten
  • Terz
  • Sexte
  • Große Sekunde (Ganzton)
  • Kleine Septime
  • Große Septime
  • Der Halbton
  • Der Tritonus
  • Frequenz und schwingende Saitenlänge
  • Intervallbestimmung in Cents
  • Schwebungen
  • Differenztöne
  • Die gleichschwebende oder gleichstufige Intonation

II. Wahrnehmung von Tonhöhe und Intervall

  • Wahrnehmung harmonisch-vertikal
  • Wahrnehmung melodisch-horizontal
  • Wechsel zwischen den verschiedenen Intonationssystemen
  • Wahrnehmung und Vorstellung
  • Intonationswahrnehmung und Tempo
  • Intonationswahrnehmung und Lautstärke
  • Intonationswahrnehmung und Klangfarbe
  • Intonationswahrnehmung und Rhythmus
  • Zurechthören
  • Wahrnehmung fremder Intonationssysteme

III. Intonation als Ausdruck

  • "Intonation expressive" (Casals) - Möglichkeiten und Grenzen
  • Expressive Intonation und Sicherheit
  • Portamento
  • "Lieber zu hoch als falsch"

IV. Räumliche Auswirkungen auf dem Griffbrett

  • Logarithmische Veränderungen innerhalb der Lage
  • Praktische Intonationsmuster
  • Saubere Töne oder saubere Intervalle?
  • Intervallschritte aufeinander abstimmen
  • Intonationsvergleich verschiedener Lagen
  • Intonationssicherung mit Hilfe von Flageolett-Tönen
  • Intonation von Akkorden
  • Intonation und Übetempo

V. Intonation und Bogen

  • Bogenbewegung und Tonhöhe
  • Bogendruck und Tonhöhe
  • Intonation und Mut
  • Doppelgriffe und Bogendruck

VI. Intonation und Bewegung

  • Sensibilität und Körperbewegung
  • Intonation und Fingerbewegung
  • Umsetzen der Finger bei Doppelgriffen
  • Intonation und Lagenwechsel
  • Tonhöhenvorstellung
  • Intonation und räumlicher Abstand
  • Motorisches Gedächtnis
  • Vorstellungshilfen zum Lagenwechsel
  • Intonation und "Timing" des Lagenwechsels
  • Korrekturhilfen
  • Intonation von Spielfiguren
  • Intonation und Sprache

VII. Tonhöhe und Vibrato

  • Vibrato als absichtliche Verunreinigung
  • Vibrato und empfundene Tonhöhe
  • Vibrato als persönliches "Markenzeichen"

VIII. Stimmen

IX. Psychologische Aspekte von Intonation

  • Intonation und Selbstbewusstsein
  • Mut zur Unsauberkeit
  • Fehlertoleranz
  • Intonation und Aufmerksamkeit
  • Intonation und Anstrengung
  • Intonatorische Definitionshilfen
  • Alle Sinne einschalten
  • Das Auge
  • Der Tastsinn
  • Der kinästhetische Sinn
  • Geruchssinn und Geschmackssinn

X. Gewohnheiten

  • Kulturelle Gewohnheiten
  • Individuell erworbene Gewohnheiten
  • Intonationspräferenzen
  • Schlechte Gewohnheiten in gute verwandeln
  • Intonation und absolutes Gehör

XI. Intonation im Zusammenspiel

  • Zusammenspiel mit Streichern
  • Zusammenspiel mit Klavier
  • Zusammenspiel mit Bläsern
  • Zusammenspiel mit Cembalo und Orgel
  • Zusammenspiel im Orchester
  • Intonationsband des Orchesterklangs
  • Individuelle Intonation des Streichers im Orchester

XII. Intonation im Unterricht

  • Unterscheidungsfähigkeit von Tonhöhen
  • Fehlerakzeptanz als Bedingung für gute Intonation
  • Intonation und Disziplin
  • Intonation und Information statt einer Zusammenfassung

Schlusswort
Literaturverzeichnis
Sachregister